Der Stromspeicher EcoFlow Delta 3 Max Plus wurde im Rahmen einer zweimonatigen Testphase auf einer Reise durch Nordeuropa intensiv getestet. In einer Region mit zahlreichen freien Stellplätzen und oft kostenpflichtigem Netzstrom bot das Gerät eine mobile 230 V-Stromversorgung. Die Powerstation vermochte eine zentrale Herausforderung der Energieversorgung zu lösen: Das zuverlässige Laden eines E-Bikes mit 750 Wattstunden-Akku.
Wer länger mit dem Wohnmobil und abseits von Campingplätzen unterwegs ist, landet früher oder später beim Thema Strom. Auch ich spielte mit dem Gedanken, einen Wechselrichter einzubauen. Endlich 230 Volt im Camper! Problem gelöst, dachte ich. Je länger ich mich mit Strom beschäftigte, desto klarer wurde mir: Ein Wechselrichter löst nur die halbe Aufgabe. Er macht aus 12 Volt zwar 230 Volt, produziert aber keine zusätzliche Energie. Für den Laptop oder den Föhn meiner Frau mag das reichen – jedoch nicht für das E-Bike. Genau hier lag mein Problem, für das ich lange keine überzeugende Lösung gefunden habe. Bis jetzt.
Der Praxistest beginnt
Für diese Reise war einiges anders als sonst. Die Frau blieb zu Hause, der Hund kam mit. Das Surfbrett blieb in der Garage, das E-Mountainbike kam in den Kastenwagen. Hinten in der Heckgarage fuhr nun erstmals auch die Powerstation EcoFlow DELTA 3 Max Plus mit. Auf dem Papier klingt sie beeindruckend: 2048Wh Speicherkapazität, hohe Leistung und zahlreiche Anschlüsse. Im Alltag zählte für mich jedoch nur eines: Funktioniert sie zuverlässig? Und wie schnell ist die Powerstation wieder einsatzbereit?
Der Moment, auf den es ankam
Dass die EcoFlow ein Handy, einen Laptop, einen Föhn oder sogar eine Kaffeemaschine mit Strom versorgen kann, war für mich keine Überraschung. Entscheidend ist eine andere Frage: Was passiert, wenn ich mein E-Bike anschliesse? Nach ein paar Flow-Trails in einem dänischen Waldstück legte ich eine Pause am Autostrand ein. Ladegerät raus, anschliessen und siehe da: Es passierte… nichts Spektakuläres! Das Bike lud einfach. Genau wie es sollte. Ehrlich, das war der Moment, in dem ich wusste: Das ist genau die Lösung für mein Problem. Natürlich ist die Kapazität nicht unendlich, doch für meinen 750Wh-Akku reichte es sehr gut.
Für den Praxistest wurde mir auch das faltbare EcoFlow-Solarpanel zur Verfügung gestellt. Anfangs war ich eher skeptisch. Noch ein Teil zum Mitnehmen und der Norden ist nicht gerade für Dauer-Sonnenschein bekannt. Dazu hatte ich auf dem Dach bereits eine Solaranlage. Umso schöner war die Überraschung, dass dieses faltbare Modul eine zuverlässige Ladung ermöglichte, wenn die Sonne mitspielte. Immer wieder ein gutes Gefühl, den Strom nicht aus der Steckdose beziehen zu müssen, sondern direkt vom Himmel.
Welche Stärken und Schwächen die Powerstation im Alltag hat, ist im easybiken Spezial des Magazins Wohnmobil & Caravan, Ausgabe 5/2026, zu lesen.
Text und Fotos: Nico Stähli
aus: Wohnmobil & Caravan, Ausgabe 5/2026